Sofia trägt immer Schwarz

Schon Sofias Geburt ist unheilvoll, denn ihre sehr junge Mutter hat während der Schwangerschaft verbotene Medikamente genommen. Das Frühchen Sofia beschließt dennoch zu leben und ihre Eltern zieht es in eine Vorstadtsiedlung inmitten Sofia trägt immer Schwarz familiärer Idyllen, die eher fragilen Konstrukten als glücklichen Familien gleichen. Mit 16 beschließt Sofia, sich das Leben zu nehmen. Der Versuch scheitert und Sofia zieht zu ihrer Tante und lässt die depressive Mutter und den arbeitswütigen Vater endlich hinter sich. Sie plant, Schauspielerin zu werden und lebt fortan in New York. Leider ohne großen Erfolg, dennoch schlägt sie sich tapfer durchs Leben. Trotz der starken Sofia gelingt es Cognetti nicht, seine Leser zu fesseln. Sofias Traurigkeit und Wut bleiben zu vage und ehe man in ihre Geschichte eintaucht, ist sie zu Ende erzählt. Der Roman ist daher nicht empfehlenswert, denn er bleibt hinter den Erwartungen zurück, eine packende Comig-of-age Geschichte zu sein und langweilt streckenweise, mit ewig gleichen Klischees. (Übers.: Christiane Burkhardt)

Christine Tapé

Christine Tapé

rezensiert für den Borromäusverein.

Sofia trägt immer Schwarz

Sofia trägt immer Schwarz

Paolo Cognetti
Penguin-Verl. (2018)

235 S.
fest geb.

MedienNr.: 595684
ISBN 978-3-328-60027-5
9783328600275
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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