Trost

Johannas Mutter ist an einer Coronainfektion gestorben. Die alte Dame war allen Warnungen zum Trotz allein nach Italien gereist. Nach ihrer Rückkehr wird sie mit Fieber und Husten in ein Krankenhaus eingeliefert und stirbt, ohne dass Trost ihre Tochter sie noch einmal sehen kann. Johanna, eine Journalistin, ist untröstlich und wütend. Als eine Postkarte ihres früheren Philosophiedozenten Max in ihrem Briefkasten landet, antwortet sie ihm und schreibt sich ihren ganzen Frust von der Seele. Sie erzählt ihm von ihrer Verzweiflung über den einsamen Tod der Mutter und die traurige Beerdigung unter Coronabedingungen. Hin und her gerissen zwischen dem Unverständnis für die Einschränkungen durch die Pandemie und der Wut darüber, dass sich ihre Mutter nicht an die Regeln gehalten hat, sucht sie Trost in der Philosophie. Sie liest in ihren alten Texten von Platon und Sokrates und ringt um Antworten. Welchen Sinn hat das Leiden? Ist die Akzeptanz des Todes im Leben unvermeidbar? Ihr alter Lehrer antwortet mit Kunstpostkarten, auf denen er jeweils eine provokante Frage stellt. - Die studierte Philosophin, Autorin und Moderatorin Dorn hat den Briefroman zur aktuellen Lage geschrieben. Sie unterstreicht die Notwendigkeit von Kunst, Kultur und Literatur und spart nicht mit philosophischen und literarischen Verweisen. Eine lohnenswerte Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Sinn des Lebens!

Susanne Emschermann

Susanne Emschermann

rezensiert für den Borromäusverein.

Trost

Trost

Thea Dorn
Penguin Verlag (2021)

169 Seiten : Illustrationen (farbig)
fest geb.

MedienNr.: 603941
ISBN 978-3-328-60173-9
9783328601739
ca. 16,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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