Die Angst vor dem Frieden

Der Leiter des Zentrums für deutsche Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem erklärt das Stocken des Friedensprozesses im Nahen Osten mit einer Angst der israelischen Gesellschaft vor dem Frieden (der nur mit Gebietsabtretungen Die Angst vor dem Frieden an die Palästinenser erreicht werden kann), die größer sei als die Angst vor dem Krieg: Je größer das Gefühl der Bedrohung sei, desto weniger kompromissbereit sei die Haltung in Bezug auf die Lebensinteressen der Palästinenser. Verschiedene Gruppen in Israel (z.B. Ultraorthodoxe, Siedler, aggressive Zionisten), für die ein Interessenausgleich mit den Palästinensern das Ende ihrer Vorteile bedeute, nutze als "erpresserische Minderheit" die Ängste der Mehrheits-Gesellschaft für eigene Zwecke, was zu einer "Verrohung der Gesellschaft" mit mangelnder Empathie für die "andere Seite" einhergehe. - Unbequeme wie hellsichtige Thesen, die eine spannende Binnenschau in die israelische Gesellschaft erlauben.

Stefan Raueiser

Stefan Raueiser

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Angst vor dem Frieden

Die Angst vor dem Frieden

Moshe Zimmermann
Aufbau (2010)

152 S.
kt.

MedienNr.: 565021
ISBN 978-3-351-02717-9
9783351027179
ca. 14,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ge
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