Eis essen mit Che

Said wartet auf die Revolution. Er ist der jüngste Sohn eines Exil-Iraners und einer jüdischen Mutter in den USA, die Mitglieder der sozialistischen Arbeiterbewegung sind. Deshalb ist ihr Leben geprägt von einer anti-kapitalistischen Eis essen mit Che Haltung. Eis essen ist absoluter Luxus für den kleinen Said. Seine Freizeit verbringt er damit, seine Eltern zu begleiten, wenn sie Flugblätter verteilen oder versuchen, die sozialistische Zeitung zu verkaufen. Als der Vater, Mathematik-Professor, ihn und seine Mutter verlässt, beginnt Saids Leben in den ärmlichsten Unterkünften. Obwohl seine Mutter studiert hat und eigentlich Schriftstellerin werden wollte, zwingt sie sich und Said im Glauben an die große Revolution dieses Leben auf. Doch die Revolution kommt nicht und allmählich beginnt Said sich zu lösen. Er richtet sich ein in der kapitalistischen Welt. Sein Vorteil: Er kennt beide Seiten und kann sich so den kritischen Blick bewahren. - Der Erzähler berichtet von seinen eigenen Erfahrungen. Er versteht es, seine Haltung und seine Einstellung klar zu machen, ohne penetrant zu sein. Genauso gelingt es ihm, die Orte, an denen er sich aufhält, und die Menschen, denen er begegnet, so zu beschreiben, dass auch der Leser hautnah dabei ist. Eine außergewöhnliche Geschichte, die in jeder Bücherei zu finden sein sollte. (Übers.: Bettina Abarbanell)

Barbara Leidl

Barbara Leidl

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Eis essen mit Che

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Saïd Sayrafiezadeh
Aufbau (2010)

267 S.
fest geb.

MedienNr.: 328508
ISBN 978-3-351-03298-2
9783351032982
ca. 19,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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