Jeder stirbt für sich allein

Was für eine Wiederentdeckung: die Urfassung von Hans Falladas Roman über ein Berliner Ehepaar im Widerstand gegen das Nazi-Regime. "Jeder stirbt für sich allein" ist ein Jahr nach dem Zweiten Weltkrieg niedergeschrieben worden Jeder stirbt für sich allein - es sollte Falladas letztes Buch sein und es ist vielschichtig, spannend und authentisch. Für die Veröffentlichung in der Nachkriegszeit wurde der Text bearbeitet: Nebenhandlungen wurden gerafft, einige Figuren wurden eindimensionaler. Die nun vorliegende Neuausgabe ist ein Geschenk. Die Charaktere sind schillernd und der Leser hat automatisch eine Meinung über sie: Sie sind wie gute Bekannte, die einem ein Geheimnis anvertrauen. Nach dem Tod ihres Sohnes verteilen Anna und Otto Quangel Flugblätter und Postkarten in Berlin, die Polizei ist ihnen dicht auf den Fersen. Nach fast 700 Seiten legt man den Roman fast enttäuscht aus der Hand, so sehr sind einem die beiden ans Herz gewachsen. Für alle Bestände geeignet und wärmstens empfohlen!

Katja Strippel

Katja Strippel

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Jeder stirbt für sich allein

Jeder stirbt für sich allein

Hans Fallada
Aufbau (2011)

704 S. : Kt.
fest geb.

MedienNr.: 568095
ISBN 978-3-351-03349-1
9783351033491
ca. 19,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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