Rückkehr nach Birkenau

Ginette war glücklich in ihrer jüdischen Familie in Paris, doch 1944 wird die 19-jährige Ginette zusammen mit ihren männlichen Verwandten nach Birkenau deportiert - und nur sie überlebt dort. Ginette berichtet über die schrecklichen Rückkehr nach Birkenau Verhältnisse im Lager, wo sie sich bei der Ankunft vor den Augen der Wächterinnen vollständig entkleiden muss, um sich in verlauste Lumpen zu zwängen. Die für eine Person gedachte Pritsche teilt sie sich sich mit drei anderen und wegen ihrer fehlenden Deutschkenntnisse versteht sie nur durch Schläge, was zu tun von ihr verlangt wird. Die zum Zeitpunkt des Erscheinens des Buches 94-jährige Autorin hat erstmals über ihre KZ-Erfahrungen gesprochen, als Steven Spielberg für seinen Film "Schindlers Liste" Augenzeugenberichte benötigte. Heute erzählt Ginette Kolinka in Schulen von ihren Erlebnissen. Sie schreibt im Präsens und aus der Sicht der 19-Jährigen, wodurch Unmittelbarkeit und eine Identifizierungsmöglichkeit mit der jungen Frau möglich ist. Dieses eindrucksvolle Bändchen ist in kleinere Kapitel eingeteilt und damit übersichtlich gegliedert. Es eignet sich auch für Jugendliche und leistet einen wertvollen Beitrag gegen Neonazitum und Antisemitismus.

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Rückkehr nach Birkenau

Rückkehr nach Birkenau

Ginette Kolinka mit Marion Ruggieri ; aus dem Französischen von Nicola Denis
aufbau (2020)

124 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 600338
ISBN 978-3-351-03463-4
9783351034634
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ge
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