Die Jüdin von Magdeburg

Der Erzbischof von Magdeburg, Konrad II. von Sternberg ist gar kein so schlechter Herrscher und für die Juden immer mal eine Stütze und Hilfe. Auf einen Mönch im Kloster, nur der Peitschenmönch genannt, trifft dies nicht zu, genauso Die Jüdin von Magdeburg wenig wie für Gero von Greifenstein, einen Ritter Konrads. Diese beiden drangsalieren die Juden häufig. Von Greifenstein hat es außerdem auf Esther, die Tochter des vermögenden Geldverleihers Amos abgesehen. Sein Antrag wird abgelehnt und gibt einmal mehr Anlass für Niedertracht und Verfolgung. Der Erzbischof ist alt und krank; sein Ende ist abzusehen und ein Gerangel um seine Nachfolge beginnt. Da ist Otto IV. Markgraf von Brandenburg, der unbedingt seinen Bruder Erich auf dem Stuhl des Erzbischofs haben möchte. Als aber Günther von Schwalenberg neuer Erzbischof wird, überzieht der Markgraf das Land mit Krieg. In dem Geschehen spielen, neben vielen anderen, der Knappe Wolfram von Hildesheim, der einem Ritter aus Schwerin dient, sowie die Begine Mechthild von Magdeburg, eine Mystikerin, wichtige Rollen. Bei einem Brückeneinsturz rettet der Knappe Wolfram Esther das Leben und verliebt sich in sie ... - Der Autor (Pseudonym für Thomas Ziebula, zul. "Der rote Judas", BP/mp 20/379) bemüht sich um realistische Darstellungen des mittelalterlichen Lebens. Eine wesentliche Rolle spielt auch der Neubau des Magdeburger Doms. Eine ganze Reihe der Protagonisten sind historische Personen, bei so einer Geschichte bedarf es natürlich aber auch einer Reihe von Personen, die fiktiv sind und für einen größeren Spannungsrahmen sorgen. Die Geschichte ist sehr leicht lesbar und für Freunde des Genres gut einsetzbar.

Erwin Wieser

Erwin Wieser

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die Jüdin von Magdeburg

Die Jüdin von Magdeburg

Ruben Laurin
lübbe (2020)

559 Seiten
kt.

MedienNr.: 959998
ISBN 978-3-404-18313-5
9783404183135
ca. 12,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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