Kleine Geschichte Koreas

Ein Mythos umgibt den Anfang der Geschichte Koreas: Aus der Verbindung einer Bärin und eines Himmelsgottes soll der erste Herrscher Tan'gun hervorgegangen sein, der im Gebiet von P'yongyang den ersten koreanischen Staat gegründet Kleine Geschichte Koreas hat. Von diesem auf das Jahr 2333 v. Chr. datierten Geschehen bis heute erlebt die tatsächlich bereits seit rund 30.000 Jahren vom homo sapiens besiedelte Halbinsel eine wechselvolle Geschichte, oft eingezwängt wie eine "Sardelle zwischen Walen" (S.106). So wird beispielsweise die Situation des Landes Ende des 19. Jahrhunderts beschrieben, als Korea nach dem 2. Opiumkrieg ins Visier der nach Ostasien expandierenden Westmächte geriet. Neben den vielen Details zu den Herrscherpersönlichkeiten und ihren Hintergründen legen die Autoren besonderen Wert auch auf den Einfluss von Religion (Buddhismus ab ca. 370), die kulturelle Entwicklung sowie die jeweilige soziale Ordnung im Staat. Ein sehr dichter Überblick über die Gesamtgeschichte bis hin zur heutigen Teilung, den damit verbundenen extremen Entwicklungsunterschieden und dem darin begründeten politischen Sprengstoff. - Breit empfohlen.

Sabine Schaefer-Kehnert

Sabine Schaefer-Kehnert

rezensiert für den Borromäusverein.

Kleine Geschichte Koreas

Kleine Geschichte Koreas

Marion Eggert ; Jörg Plassen
Beck (2005)

Beck'sche Reihe ; 1666
193 S. : Kt.
kt.

MedienNr.: 549151
ISBN 978-3-406-52841-5
9783406528415
ca. 11,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ge
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