Kulturgeschichte des Klimas

In der Auseinandersetzung um die globale Erwärmung richtet Wolfgang Behringer, Historiker an der Universität Saarbrücken, den Blick auf die langen Zeiträume der geschichtlichen Entwicklung. Er skizziert zunächst, wie die Wissenschaften Kulturgeschichte des Klimas an das Wissen um das Klima vergangener Zeiten kommen, und beschreibt die Mechanismen natürlicher Klimaänderungen in der Erdgeschichte. Zu einer faszinierenden Lektüre wird das Buch, wenn der Autor den fördernden bzw. bremsenden Einfluss des Klimas auf die Entwicklung des Menschen beschreibt, die Entstehung der Zivilisation sowie den Aufstieg und den Fall großer Reiche von 10.000 v. Chr. bis zum Hochmittelalter mit den klimatischen Veränderungen in Verbindung bringt und ausführlich die sozialen, kulturellen, politischen und religiösen Reaktionen auf das klimatische Auf und Ab in der Kleinen Eiszeit zwischen dem Beginn des 14. Jh. und dem 19. Jh. beleuchtet. Da der Autor für mehr Gelassenheit plädiert, ohne die Folgen der globalen Erwärmung zu verharmlosen, und auch die positiven Seiten der Erwärmung nicht unbeachtet lassen will, ist das Buch als Diskussionsgrundlage allen Büchereien sehr zu empfehlen.

Helmut Eggl

Helmut Eggl

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Kulturgeschichte des Klimas

Kulturgeschichte des Klimas

Wolfgang Behringer
Beck (2007)

352 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
fest geb.

MedienNr.: 556127
ISBN 978-3-406-52866-8
9783406528668
ca. 22,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Na
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