Die Möglichkeit des Guten

Der Münchener Philosoph entwirft hier eine anspruchsvolle grundlegende Ethik-Theorie. Der Autor versteht Ethik als Konfliktwissenschaft, die ihre Theorie an der Praxis orientieren und überprüfen müsse. Moralische Dilemmata werden Die Möglichkeit des Guten etwa aufgezeigt an der Organtransplantation; die Grenzen von Freiheit und Verantwortung werden erörtert an gentechnischen und medizinischen Verfahren. Zwei Hauptkapitel kreisen um die Möglichkeiten des guten Lebens. Auch hier werden die praktische Funktion des Guten und die Praxis gerechter Verfahren in die Überlegungen einbezogen. Es ist das erklärte Ziel dieser Ethik, der Frage nachzugehen, wie das Gute im Leben möglich sei. Dieses Ziel setzt die Kenntnis des Guten ebenso voraus wie die Erfahrung des Lebens. Gedankenexperimente (Gibt es absolute Werte?) und die Warnung vor unerfüllbaren Ansprüchen zeigen dem Leser deutlich, dass hier die eigenen Chancen eines guten Lebens mitverhandelt werden. Dieses Fundamentalwerk ist nicht nur Gutmenschen und solchen, die es werden wollen, sehr zu empfehlen, sondern allen Lesern, die eine gute Vorbildung, philosophische Neugier und solides Sitzfleisch mitbringen.

Heinrich Halm

Heinrich Halm

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Möglichkeit des Guten

Die Möglichkeit des Guten

Wilhelm Vossenkuhl
Beck (2006)

472 S.
fest geb.

MedienNr.: 550769
ISBN 978-3-406-54375-3
9783406543753
ca. 29,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ph
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