Kontinent der Gewalt

Der Autor, Historiker an der renommierten amerikanischen Stanford-University und bestens mit Details der europäischen Geschichte vertraut, analysiert in diesem Buch den bemerkenswerten Wandel dieses Kontinents und seiner Gesellschaften Kontinent der Gewalt im 20. Jahrhundert hin zu Zivilstaaten und geordneten übernationalen Strukturen. Durch die US-amerikanische Brille betrachtet ist dabei die weltpolitische Handlungsfähigkeit dieses friedlichen und von Wohlstand geprägten Europas eingeschränkt; einzig die immer zum Vergleich herangezogenen US-Amerikaner haben sich die Option einer globalen militärischen Interventionsfähigkeit stets erhalten. Sheehan schätzt die historisch fast einmalige Leistung des friedlichen Wandels in Europa und bezweifelt zugleich, dass dieser Kontinent je zu einer Supermacht werden wird. Die sehr sachlich vorgetragenen und mit Fakten gut untermauerten Ausführungen sind in gleicher Weise unbequem wie bedenkenswert. - Empfohlen ab mittleren Bestandsgrößen.

Bernhard Huber

Bernhard Huber

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Kontinent der Gewalt

Kontinent der Gewalt

James J. Sheehan
Beck (2008)

315 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 558371
ISBN 978-3-406-56931-9
9783406569319
ca. 9,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ge
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