Die perfekte Theorie

Der 1915 von Einstein beschriebene Zusammenhang von Raum und Zeit (mittels Differentialgleichungssystem und dann äußerst komplizierter neuartiger Geometrie) hat längst ein intensives Eigenleben entwickelt und den klügsten Köpfen Die perfekte Theorie des 20. Jh. gleichermaßen Freude und Frustration bereitet: "die Theorie lässt viele Physiker ihr Leben lang einfach nicht mehr los". Zu diesen zählt nun auch der seit 2000 als Professor für Astrophysik in Oxford arbeitende Autor, der hier das stete Ringen der Wissenschaftler schildert und erzählend, allgemein verständlich und formelfrei schreibt. Es ging zunächst ums Verstehen und das mathematische Handhaben der Theorie an sich, dann aber - und dies bis heute - um immer neu vorgeschlagene Vereinfachungen und Deutungen der aktuell auftauchenden Phänomene. Die Forschung bleibt weiterhin mehr als spannend (!), denn im Zuge der Vereinheitlichung zu einer "Weltformel" gibt es mit der fast zeitgleich zu großer Blüte sich entwickelten Quantentheorie immer noch erhebliche Probleme (z.B. mit Quantengravitation), es tauchen wiederholt ganz neue Modelle auf (dunkle Energie, dunkle Materie, Stringtheorie), auch erhält die Kosmologie durch Satellitenforschung eine revolutionär neue Qualität von Wissenschafts-Vorposten u.v.m. Am Ende des Buches findet man viele Anmerkungen, reichlich Bibliographie und ein ausführliches Register. - Für besonders interessierte Leser/innen zu empfehlen.

Gertraud Roth

Gertraud Roth

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die perfekte Theorie

Die perfekte Theorie

Pedro Ferreira
Beck (2014)

320 S.
fest geb.

MedienNr.: 577745
ISBN 978-3-406-66047-4
9783406660474
ca. 9,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Na
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