Die Gesellschaft der unfreiwilligen Träumer

Der soeben geschiedene Journalist Daniel Benchimol träumt von Menschen, die er erst später kennenlernt. So findet er Fotos einer Frau, der er bis jetzt nur im Traum begegnet ist. Es handelt sich um die Künstlerin Moira, die ihre Die Gesellschaft der unfreiwilligen Träumer Träume in ihren Werken darstellt. Sie verlieben sich ineinander. Daniels Freund Hossi, ein Hotelier und früherer Guerillero, träumt schon lange nicht mehr. Weil er jedoch in den Träumen der Menschen in seiner Umgebung auftaucht, entführt ihn sogar der kubanische Geheimdienst vorübergehend. Auch Jahre später fühlt sich Hossi immer noch beobachtet. Daniels Tochter ist wohlbehütet und in Reichtum aufgewachsen. Als sie sich mit der Situation in Angola auseinandersetzt, beginnt sie allerdings von einer freieren Zukunft zu träumen. Nachdem sie bei einer Protestaktion gegen den Präsidenten festgenommen wurde, tritt sie mit anderen Jugendlichen in den Hungerstreik. Jetzt bezieht auch Daniel Stellung und wird aktiv ... - In seinem Roman beleuchtet der angolanische Schriftsteller Agualusa sowohl die vergangenen Bürgerkriege als auch die aktuelle politische Situation seines Heimatlandes mit seiner autoritären Regierung. Die Geschichte wechselt häufig die Perspektive zwischen Daniel und Hossi sowie die Zeit zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Dabei bleibt es dem Leser überlassen, die einzelnen Puzzlesteine zu einem vollständigen Bild zusammenzusetzen und die Wirkung der Träume zu deuten. - Empfehlenswert. (Übers.: Michael Kegler)

Nicole Lorrig

Nicole Lorrig

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Gesellschaft der unfreiwilligen Träumer

Die Gesellschaft der unfreiwilligen Träumer

José Eduardo Agualusa
Beck (2019)

304 S. : Kt.
fest geb.

MedienNr.: 597572
ISBN 978-3-406-73374-1
9783406733741
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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