Albrecht Dürer

Der 550. Geburtstag des Nürnberger Genies Albrecht Dürer (1471-1528) im Jahr 2021 wirft seine Schatten voraus. So hat hierzu der langjährige Leiter des Nürnberger Dürerhauses in der angesehenen wie anspruchsvollen Taschenbuchreihe Albrecht Dürer nun eine neue Monografie verfasst, deren Tiefgang den Kenner auszeichnet. Dabei werden das chronologisch erschlossene grafische und malerische Werk Dürers und dessen Innovationen im Kontext des intellektuellen Umfelds des Künstlers und seiner geistigen Entwicklung vorgestellt. Eine entscheidende Rolle hierbei spielten offensichtlich die beiden humanistischen Denker Konrad Celtis und Willibald Pirckheimer in seiner Heimatstadt. Interessant ist zudem die daraus resultierende Einbindung Dürers in den künstlerischen Wettbewerb zwischen Italien (Venedig) und Deutschland (Nürnberg) sowie zwischen Malerei und Bildhauerei (Paragone), was manches Phänomen seiner Kunst erklärt. Die technischen Voraussetzungen für Dürers Grafikproduktion und -vertrieb schuf dessen Taufpate Anton Koberger, der zu einem der größten Druckereiunternehmer Europas aufstieg. Der schon zu seiner Zeit hoch angesehene Dürer verdankte seinen Aufstieg, Erfolg und Ruhm also glücklichen Konstellationen. Daher konnte er es sich leisten, sich in den letzten Lebensjahren ganz seinem Impetus als Lehrer hinzugeben. Sehr empfehlenswert.

Lothar Altmann

Lothar Altmann

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Albrecht Dürer

Albrecht Dürer

Thomas Schauerte
C.H.Beck (2020)

C.H.Beck ; 2524 : Wissen
128, [16] Seiten : Illustrationen (teilweise farbig)
kt.

MedienNr.: 966914
ISBN 978-3-406-75625-2
9783406756252
ca. 9,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ku
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