Mojsche und Rejsele

In der Rahmenhandlung wird der Ich-Erzähler, Besitzer einer Schreinerei in Tel Aviv, zu einem Radiogespräch eingeladen, um dort über seine Kindheit im Waisenhaus von Janusz Korczak zu berichten. Er erzählt von den letzten Kriegsjahren Mojsche und Rejsele in Polen. Nachdem das Waisenhaus ins Ghetto verlegt wird, setzt sich der 13jährige in die Untergrundbewegung ab. Glück ist dem tollpatschigen, ruppigen Mojsche nirgendwo beschieden, und auch mit dem tiefen Gefühl für Rejsele weiß er noch nicht umzugehen. Am Ende zieht Korczak mit seinen Kindern ins KZ von Treblinka. Wer war dabei, wer nicht? Das Ende enthält eine bewegende (fast zu schöne) Überraschung. - Ein Roman, der einen tiefen Eindruck hinterläßt. Er verzichtet auf jede Heroisierung, auch von Korczak, ist ganz bestimmt von Sprache und Denkweise Mojsches. Für Jugendliche ab 12 Jahren nachdrücklich zu empfehlen.

Hildegard Schaufelberger

Hildegard Schaufelberger

rezensiert für den Borromäusverein.

Mojsche und Rejsele

Mojsche und Rejsele

Karlijn Stoffels
Beltz & Gelberg ([20]05)

Beltz-&-Gelberg-Taschenbuch ; 846
198 S.
kt.

MedienNr.: 182740
ISBN 978-3-407-78846-7
9783407788467
ca. 7,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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