Das amerikanische Hospital

Als Hélène erstmalig im Amerikanischen Hospital in Paris eine künstliche Befruchtung vornehmen lassen will, hilft sie einem Amerikaner, der vor ihr zusammenbricht. Doch bei dieser einen Begegnung bleibt es nicht, da Hélène das Das amerikanische Hospital Kind nach kurzer Schwangerschaft verliert. Auch mehrere weitere Behandlungen scheitern. Jedes Mal, wenn sie im Hospital ist, trifft sie den Amerikaner. Sie erzählen sich gegenseitig von ihrem Leiden, wobei der Amerikaner von seinen schrecklichen Erlebnissen im Irakkrieg und seinen Ängsten und Albträumen erzählt. Durch ihre vielen Gespräche lernen sie ihr jeweiliges Schicksal zu akzeptieren. Am Beispiel der beiden detailliert ausgearbeiteten Protagonisten beschreibt Kleeberg zum einen eindrucksvoll, wie belastend ein nur auf dem Kinderwunsch beruhendes und an einen festen Terminplan gebundenes Eheleben für beide Partner wird. Zum anderen führt er schonungslos und plastisch die Kriegserlebnisse eines US-Soldaten und deren Folgen vor Augen. Über seine beiden Hauptfiguren thematisiert der Autor gekonnt grundsätzliche Fragen über Leben und Tod.

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Das amerikanische Hospital

Das amerikanische Hospital

Michael Kleeberg
Dt. Verl.-Anst. (2010)

232 S.
fest geb.

MedienNr.: 566012
ISBN 978-3-421-04390-0
9783421043900
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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