Flucht aus Lager 14

Shin Dong-hyuk wird als Kind zweier Gefangener in einem nordkoreanischen Straflager geboren und wächst unter unmenschlichen Bedingungen in einem System von Denunzierung, Verrat und Strafen heran. Weil er es nicht anders kennt und Flucht aus Lager 14 sich davon Vorteile verspricht, verrät er sogar die Fluchtpläne seiner eigenen Mutter und seines Bruders und muss ihre Hinrichtung miterleben. Kontakte nach außen gibt es nicht, sie sind streng verboten, Hunger ist an der Tagesordnung. Erst als er einen Mitgefangenen kennenlernt, der ihm von der Welt außerhalb des Lagers erzählt, beginnt er nachzudenken und mit diesem einen Fluchtplan zu schmieden. Dieses ergreifende Buch, einfühlsam geschrieben von einem amerikanischen Journalisten, der Shin nach seiner Flucht kennenlernt, schildert das Leben und die Gefühle des Jungen in dem Lager, seine letztlich erfolgreiche Flucht, bei der aber sein Begleiter ums Leben kommt, und die Schwierigkeiten und Probleme, mit dem Leben in Freiheit umzugehen. Daneben gibt es immer wieder erläuternde Kommentare zur politischen und gesellschaftlichen Situation in Nordkorea, einem Land, über das kaum Informationen nach außen dringen. Trotz einiger Stellen, die über die Grausamkeiten berichten, allen Büchereien zu empfehlen.

Julia Massenkeil-Kühn

Julia Massenkeil-Kühn

rezensiert für den Borromäusverein.

Flucht aus Lager 14

Flucht aus Lager 14

Blaine Harden
Dt. Verl.-Anst. (2012)

250, [8] S. : Ill., Kt.
fest geb.

MedienNr.: 366086
ISBN 978-3-421-04570-6
9783421045706
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Bi, Ge
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