Göttin und Held

"Göttin und Held": Titel und Klappentext versprechen einen intensiv betörenden Liebesroman voller Leidenschaft. Tessa und Marius sind mit anderen Partnern verheiratet und begegnen sich im Laufe ihres Lebens immer wieder Göttin und Held in Hotels und an anderen Orten. Bei jedem ihrer über zwanzig Treffen kommen sie schnell zur Sache, deren Handlung sich auf ihre Geschlechtsteile und deren Stimulation fokussiert. Damit wird der "Liebesroman" zu einer pornografischen Lustgeschichte mit aneinandergereihten Treffen unter der Gürtellinie. Die neugierig machenden und literarisch ansprechenden Passagen rücken dadurch in den Hintergrund. Der Kunstgriff des Autors, die Geschichte von Tessa und Marius vom Ende her zu erzählen und dabei vieles offen zu lassen, fordert dem Leser von Anfang an einiges ab. Die Lösung: wenn man das Buch vom Ende her liest, gewinnt die Geschichte und lässt sich in ihrem Ablauf nachvollziehen. Dabei wird die Orientierung durch die Nummerierung der Episoden erleichtert. Dennoch: was bleibt, ist der Blick auf den tabufreien Umgang mit den Geschlechtsteilen und ein schales Gefühl von wirklicher Nähe. Ich möchte das Buch nicht empfehlen. (Übers.: Nathalie Lemmens)

Christiane Raeder

Christiane Raeder

rezensiert für den Borromäusverein.

Göttin und Held

Göttin und Held

Gustaaf Peek
Dt. Verl.-Anst. (2016)

334 S.
fest geb.

MedienNr.: 588070
ISBN 978-3-421-04707-6
9783421047076
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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