Warum wir Putin stoppen müssen

Der ehemalige Schachweltmeister Kasparow gehört seit mehr als zehn Jahren zur russischen Demokratiebewegung und lebt als Menschenrechtsaktivist inzwischen in New York. Er betrachtet das gegenwärtige Regime in Russland als Mafiastaat Warum wir Putin stoppen müssen mit Putin in der Rolle des Paten, von dem die aktuell größte Bedrohung für die Welt ausgeht. Dem Westen wirft er eine völlig verfehlte Appeasement-Politik vor und fordert diesen zur Isolation Putins und zur wirksamen Intervention gegen dessen Aggressionspolitik auf. Diese und auch andere umstrittene Standpunkte sollten den politisch interessierten Leser nicht abschrecken. Erhält er doch in dieser Streitschrift einen guten Überblick über die Entwicklung des postkommunistischen Russlands nach 1990. Nach der vorübergehenden Öffnung unter Jelzin zerschlug dessen Nachfolger Putin ab 2000 systematisch die zarten demokratischen Anfänge und zentralisierte mithilfe der alten KGB-Kader sowie der Oligarchen die Wirtschaft. Kasparow nennt Putin einen gefährlichen Diktator, der auch mittels aggressiver Außenpolitik (z.B. Tschetschenien, Georgien, Ukraine) sein Regime zu stabilisieren versucht. - Das Buch des ehemaligen Schachgroßmeisters eignet sich für alle Büchereien, liefert es doch einen guten Einblick in das Innenleben des Putinismus und damit auch einen wichtigen Beitrag zur aktuellen politischen Situation.

Johann Book

Johann Book

rezensiert für den Borromäusverein.

Warum wir Putin stoppen müssen

Warum wir Putin stoppen müssen

Garri Kasparow mit Mig Greengard
Dt. Verl.-Anst. (2015)

409 S.
fest geb.

MedienNr.: 583849
ISBN 978-3-421-04727-4
9783421047274
ca. 22,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ge
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