Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution

Peter Wensierski, Journalist, der in den 80er Jahren aus der DDR berichtete (ab 1986 für das ARD-Fernsehmagazin "Kontraste"), schrieb in zeitlicher Distanz zum damaligen Geschehen eine quicklebendige, aber absolut historisch Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution korrekte Dokumentation der Ereignisse in Leipzig vor dem Fall der Mauer 1989. Die Gruppe junger Leipziger, ihre Helfer und die namentlich genannten verständnisvollen Männer der Kirche, die ihnen immer wieder den Freiraum einräumten für geplante spontane und, soweit dies technisch möglich war, auch vorbereitete Aktionen, agierten beherzt und mutig, auch mal mit Humor und einer enormen Verschlagenheit, um innerhalb der engen Möglichkeiten und einer unbarmherzigen Verfolgung durch Stasi und Polizei ihre kleinen und größeren Ziele zu verfolgen. Sie werden als mutige Männer und Frauen geschildert und man verfolgt beim Lesen gerne und mit innerer Beteiligung ihre Aktionen, die oft genug vor allem Aufsehen erregen sollten, wenn z.B. Messezeit in Leipzig war und viele Westbürger in der Stadt für Kontakte genutzt werden konnten. Wensierski gibt in seinem Buch der "friedlichen Revolution" ein Gesicht. Mit den Fotos der handelnden Personen und vieler Orte, an denen sich etwas ereignet hat, untermauert er seine realistischen Berichte von dramatischen Ereignissen, an denen wir damals nur als Zuschauer beteiligt waren. - Auch wer sich nicht unbedingt für politische Ereignisse interessiert, liest das Buch fasziniert und mit innerer Beteiligung. Ein Buch für einen breiten Leserkreis.

Armin Jetter

Armin Jetter

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution

Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution

Peter Wensierski
Dt. Verl.-Anst. (2017)

463, [32] S. : Ill., Kt.
fest geb.

MedienNr.: 589261
ISBN 978-3-421-04751-9
9783421047519
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ge
Diesen Titel bei der ekz kaufen.
Titel der Ausgabe:
Auszeichnung: