Das verborgene Wort

Die im Sauerland geborene, in einer rheinischen Kleinstadt aufgewachsene Autorin legt in ihrem zweiten Roman (nach "Ein Mann im Haus": dnb-BP 91/844) ein stark autobiografisch angelegtes Werk vor. Hildegard, die Protagonistin, Das verborgene Wort versucht sich in ihrer dem Arbeitermilieu der Nachkriegszeit zuzurechnenden Familie zu behaupten. Damit kämpft sie gegen die Bevormundung von Eltern, Großmutter und Kirche. Lehrer und die Literatur unterstützen sie. Sie lernt mittels der Sprache ihre Lebensumstände zu durchschauen, sich selbst zu erkennen und das Leben zu entdecken. - Der Roman steckt trotz Längen voller interessanter Bilder und Sprachspiele, die die Lyrikerin verraten. Die Milieubeschreibungen voller Derbheiten sind trotz vielleicht ungenügender Vergangenheitsreflexion spannend zu lesen. Insgesamt jedoch nur für größere Bestände bzw. Leser mit speziellem Interesse an der Person der Autorin zu empfehlen.

Rolf Pitsch

Rolf Pitsch

rezensiert für den Borromäusverein.

Das verborgene Wort

Das verborgene Wort

Ulla Hahn
Dt. Verl.-Anst. (2001)

595 S.
fest geb.

MedienNr.: 527437
ISBN 978-3-421-05457-9
9783421054579
ca. 25,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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