Die Mutter der Holocaust-Kinder

Im September 1939 arbeitete die 26-jährige Irena Sendler beim Warschauer Sozialamt. Sie versuchte im Ghetto zu helfen, wo immer es ging, vor allem aber jüdische Kinder zu retten, ihnen gefälschte Geburtsurkunden zu verschaffen und Die Mutter der Holocaust-Kinder sie in polnischen Familien unterzubringen - ein Netzwerk von Helfern entstand. Angefangen von Hauskomitees, die in Nachbarschaftshilfe lernten, alles zu teilen, bis hin zu Säuglingsverstecken im Fußboden von Straßenbahnen, entwickelten Irena Sendler und ihre Verbindungsleute unter dauernder Lebensgefahr immer neue Rettungspläne. Rund 2500 Kinder verdankten ihr das Leben. - Die Journalistin Anna Mieszkowska beschreibt sachlich, sehr auf Vollständigkeit bedacht die Geschichte dieser außergewöhnlichen Frau. Sie lässt die inzwischen 96-Jährige selbst zu Wort kommen und lässt Gerettete über das geschenkte, aber auch entwurzelte Leben erzählen - insgesamt eine spannende, außergewöhnliche Lebensgeschichte, die aber unter der Fülle an Details manchmal zu ersticken droht.

Sabine Schaefer-Kehnert

Sabine Schaefer-Kehnert

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Mutter der Holocaust-Kinder

Die Mutter der Holocaust-Kinder

Anna Mieszkowska
Dt. Verl.-Anst. (2006)

318 S. : zahlr. Ill., Kt.
fest geb.

MedienNr.: 247203
ISBN 978-3-421-05912-3
9783421059123
ca. 22,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Bi, Ge
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