Eine Hand voller Sterne

Über mehrere Jahre hinweg führt ein Bäckerjunge aus Damaskus Tagebuch über seine täglichen Erlebnisse. Er berichtet aus dem Leben der Familie, von den vielen verschiedenen religiösen Gruppen und Nationalitäten, die einander nicht immer friedlich Eine Hand voller Sterne gesinnt sind. Am härtesten trifft es ihn, dass der Vater ihn von der Schule nimmt und ihn in der Bäckerei arbeiten lässt. Der Junge schreibt Gedichte, die sogar in einem Buch veröffentlicht werden. Beim Brotaustragen lernt er einen Journalisten kennen, der ihm das Hand werk des Schreibens beibringt. Zusammen arbeiten sie an einer illegalen Zeitung gegen die Regierung und verteilen sie heimlich. Als der Journalist festgenommen wird, ist für ihn klar, dass er weitermachen wird. - Aus der Sicht des Heranwachsenden schildert Rafik Schami das Leben in Damaskus, die politischen Verhältnisse, den einzigen Weg, Dinge zu ändern. Der Junge erzählt, wie im der Schnabel gewachsen ist, lässt die Leser/innen (durchaus schon ab 13, 14 Jahren!) an seinen Gedanken, Gefühlen, an seiner ersten Liebe teilhaben. Tröstlich sind die eingestreuten Lebensweisheiten, auch bemerkt man, wie der Junge älter wird, an der Art, wie er sein Tagebuch führt und wie er berichtet. Ein (Jugend-)Roman in der Tradition von Scheherazade - wunderbar! (Buch der Stadt Köln 2015)

Gerhard Hartmann

Gerhard Hartmann

rezensiert für den Borromäusverein.

Eine Hand voller Sterne

Eine Hand voller Sterne

Rafik Schami
Dt. Taschenbuch-Verl. (1997)

dtv ; 11973
199 S.
kt.

MedienNr.: 102796
ISBN 978-3-423-11973-3
9783423119733
ca. 11,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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