Wir sind die Guten

Sylts selbst ernannte Ermittlungsgruppe um den pensionierten Polizeichef Karl ist wieder aktiv (s. Heldt: "Böse Leute", BP/mp 16/714). Eine Putzfrau ist spurlos verschwunden. Da sie schwarz gearbeitet hat und nicht gemeldet Wir sind die Guten war, traut sich die Vermieterin nicht, die Polizei zu informieren und wendet sich Hilfe suchend an ihre Bekannte Helga. Die aber gehört zum Freundeskreis von Karl und so kommt der Stein ins Rollen, denn Karl kann sich noch immer nicht mit seinem Rentnerdasein abfinden. Außerdem hat Sabine auch bei seinen Freundinnen Inge und Charlotte geputzt, und die sind mittlerweile wirklich besorgt. Gleichzeitig gibt es einen unbekannten Toten auf der beschaulichen Insel. Gibt es einen Zusammenhang? - Heldt zieht alle Register ihres Könnens. Der verwickelte Fall, den sie glaubhaft konstruiert, wird reichlich mit Witz und Humor gewürzt. Menschliche Abgründe tun sich auf, aber auch Herzensgüte und Wohlwollen kommen zum Zuge. Nicht frei von Klischees liest sich die Geschichte dennoch flott und sehr unterhaltsam, und die Spannung kommt auch nicht zu kurz bis zum natürlich glücklichen Ende. Nachfolgebände sind wünschenswert. Solide Unterhaltung ohne höheren Anspruch, empfohlen für alle Büchereien.

Ulrike Braeckevelt

Ulrike Braeckevelt

rezensiert für den Borromäusverein.

Wir sind die Guten

Wir sind die Guten

Dora Heldt
Dt. Taschenbuch-Verl. (2017)

Premium
506 S.
kt.

MedienNr.: 588481
ISBN 978-3-423-26149-4
9783423261494
ca. 15,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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