Die Frau, die liebte

Im Januar 1539 sind zwei elfjährige Kinder vermählt worden. Martin und Bertrande sind die Kinder von Großbauern in der Gascogne. Die Verbindung soll endlich Frieden zwischen ihren verfeindeten Familien stiften. Der Hof wird von Die Frau, die liebte Martins Vater mit strenger Hand regiert. Der Junge muss sich fügen, bei Ungehorsam drohen schwere Strafen. Martin möchte Dinge verändern, Neues ausprobieren. Aber er weiß, dass dies bis zum Tode seines Vaters nicht möglich sein wird. Das Ehepaar gewöhnt sich aneinander, Bertrande bringt mit 20 einen Erben zur Welt. Doch eines Tages gesteht ihr Martin, dass er Getreide entwendet hat und den Hof verlassen wird, um dem Zorn des Vaters zu entgehen. In einigen Tagen will er zurück sein. Doch er kommt nicht zurück. Seine Eltern sterben und ein Onkel übernimmt den Hof. Zehn Jahre nach seinem Weggang steht Martin plötzlich vor der Tür. Nach anfänglicher Freude überkommen Bertrande Zweifel an der Identität ihres Mannes. Sie vertraut sich dem Priester an, der sie beruhigt und ihr versichert, ein Mensch könne sich ändern. Bertrande bringt ein weiteres Kind zur Welt, doch ihre Unsicherheit wächst. Schließlich klagt sie ihren Mann als Betrüger an und die Katastrophe nimmt ihren Lauf. - Janet Lewis erzählt unaufgeregt und dennoch eindringlich von einem der bekanntesten Gerichtsprozesse im 16. Jahrhundert in Frankreich. Sie bleibt immer dicht an ihrer Hauptfigur. Es ist die Geschichte einer Frau, die ihren Weg sucht - zwischen der Erfüllung ihrer täglichen Pflichten, ihrem Glauben und persönlichem Glück. Für alle Bestände, eine Entdeckung! (Übers.: Susanne Höbel)

Susanne Emschermann

Susanne Emschermann

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Frau, die liebte

Die Frau, die liebte

Janet Lewis
Dt. Taschenbuch-Verl. (2018)

127 S.
fest geb.

MedienNr.: 593019
ISBN 978-3-423-28155-3
9783423281553
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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