Nichts ist okay!

Rashad ist ein ganz normaler Teenager, geht zur Highschool, feiert gerne und ist Nachwuchsoffizier an seiner Schule. Eines Tages wird Rashad, der schwarzer Hautfarbe ist, von einem weißen Polizist krankenhausreif geprügelt und des Nichts ist okay! Ladendiebstahles beschuldigt. Dabei ist Rashad doch unschuldig und hat sich noch nicht einmal gewehrt! Neben Rashads Perspektive wird auch aus Sicht des weißen Jugendlichen Quinn, ebenfalls 16, erzählt. Er hat den Vorfall beobachtet und kennt den Polizisten Paul sehr gut, der für ihn all die Jahre wie ein Bruder war. Quinn weiß, dass Rashad im Recht ist. Doch wird er den Mut haben und der Wahrheit ins Gesicht schauen? Wird er etwas gegen den Rassismus und die Ungerechtigkeiten in seiner Stadt tun? - Rassismus und Polizeigewalt sollten eigentlich Vergangenheit sein, doch gerade heute sind sie Gegenwart. Die beiden Autoren jedoch schauen nicht mehr weg. Denn "nichts ist okay!", wenn Menschen verschiedener Hautfarben nicht gleichermaßen frei leben können. Trotzdem gelingt es ihnen, den jungen Quinn und seinen moralischen Konflikt darzustellen, ohne ihn unsympathisch wirken zu lassen. Denn im Grunde sind Quinn und Rashad nur zwei Jungen, egal ob schwarz oder weiß. Die Autoren deuten mit dem Zeigefinger auf das rassistische Denken vieler Menschen, anstatt hinter vorgehaltener Hand darüber zu reden. Diese Geschichte über Schwarz und Weiß vermittelt wichtige Werte wie Gerechtigkeit, Fairness, Mut, Beharrlichkeit und verdient deshalb besondere Beachtung. (Übers.: Klaus Fritz und Anja Hansen-Schmidt)

Cornelia Braun

Cornelia Braun

rezensiert für den Borromäusverein.

Nichts ist okay!

Nichts ist okay!

Jason Reynolds ; Brendan Kiely
Dt. Taschenbuch-Verl. (2016)

Reihe Hanser
319 S.
kt.

MedienNr.: 586693
ISBN 978-3-423-65024-3
9783423650243
ca. 14,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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