Watermind

In den vor Giftmüll strotzenden Sümpfen des Mississippi entdeckt die hochintelligente, aber komplizierte Universitätsabbrecherin CJ Reilly ein denkendes "Kolloid". Diese Masse, die sozusagen evolutiv aus elektronischen Watermind High-Tech-Abfällen, Pflanzen und Kleinstlebewesen entstanden ist, tötet einen ihrer Kollegen während einer Abfall-Beseitigungsaktion der Firma Qimricon, für die CJ arbeitet. Der Chef dieser Firma, ein südamerikanischer Multi-Millionär namens Roman Sacony, befürchtet juristische Konsequenzen, da das Kolloid auf seinem Land entstanden ist. Die Jagd auf das neue Lebewesen beginnt: während CJ es "Watermind" tauft und es retten will, da es absolut sauberes Wasser produziert, möchte Sacony es töten. Die Autorin Mary Buckner, ihres Zeichens Science-Fiction-Autorin und Umweltaktivistin, schafft es leider nicht, die zu Beginn des Buches aufgebaute Spannung aufrechtzuerhalten und das Potential ihrer wirklich guten Romanidee auszunutzen. Auf jeder Seite fragt man sich zunehmend "wie lange kann das noch so weitergehen?" - bis man auf den einfallslosen Schluss mit vielen offenen Fragen stößt. Alles in allem langweilig und nur für echte Öko-Thriller-Fans empfehlenswert. (Übers.: Bernhard Kempen)

Benjamin Haßler

Benjamin Haßler

rezensiert für den Borromäusverein.

Watermind

Watermind

M. M. Buckner
Knaur (2009)

Knaur ; 50127
463 S.
kt.

MedienNr.: 561708
ISBN 978-3-426-50127-6
9783426501276
ca. 8,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
Diesen Titel bei der ekz kaufen.