Die Träumerin

Julia Kilchberg ist eine erfolgreiche Bankmanagerin bei einer Privatbank in Berlin. Sie ist 49 Jahre alt, seit 25 Jahren Witwe, sieht immer noch sehr gut aus, verdient viel Geld, und hat einen vermögenden Lover. Ihr 50. Geburtstag sollte eigentlich Die Träumerin groß gefeiert werden, aber sie bekommt von Frankfurt aus keinen Flieger. Sie bleibt die Nacht allein im Hotel und denkt über ihr hektisches Leben nach. Trotz aller Erfolge ist sie von sich selbst enttäuscht. "Du warst mal angetreten, diese Welt ein bisschen besser und gerechter werden zu lassen, und was ist dabei herausgekommen? Du bist besser zu dir geworden, selbstgerechter, du nimmst dir was du willst und gibst zu wenig und steckst voller Ansprüche, obwohl du alles hast ...". In dieser Situation lernt sie den wesentlich jüngeren Kunsthändler Rupert Andresen kennen. Er erinnert sie an ihren verstorbenen Ehemann Hannes. Nun fängt sie an, über Seelenwanderung und Wiedergeburt nachzudenken. Sie befragt eine Frau, die sich damit auskennt und liest alles, was ihr zu diesem Thema in die Finger kommt. Aber sie bekommt keine eindeutige Antwort. Sie konfrontiert Rupert mit dem Grab ihres verstorbenen Mannes und möchte wissen, was er empfindet. Doch Rupert ärgert sich nur. Er will um seiner selbst willen geliebt werden und nicht als Abbild von Hannes. Erst als beide übereinkommen, die Vergangenheit ruhen zu lassen, gelingt ihre Beziehung. Ein durchaus aktuelles, spannendes Buch mit einem Hang zu Esoterik.

Margrit Diekmann

Margrit Diekmann

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Träumerin

Die Träumerin

Christian Pfannenschmidt
Knaur (2011)

428 S.
fest geb.

MedienNr.: 349888
ISBN 978-3-426-66179-6
9783426661796
ca. 16,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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