Betrugssache Jesus

Die vergangenen Monate boten manch Aufsehen erregende Lesestoffe: vermeintlich neue Funde zur christlichen Religionsgeschichtsschreibung, spannende Thriller um kirchliche Ränkespiele, eine papstkritische Comicserie im Fernsehen. Matthias Betrugssache Jesus Wörther, Theologe und Medienfachmann, sucht, nachdem die Aufregung vorbei ist, nach Gründen für die Aufgeregtheit. Dann widmet er sich der Beweislage zu den Sachbüchern von Michael Baigent. Die elementaren Fiktionen entlarvt der Autor knapp, um dann im dritten Kapitel nachzuzeichnen, warum "Konzilsentscheidungen Sinn machen". In die Zukunft weist das abschließende kleine Kapitel, in dem Wörther nach den Schwächen der zurückliegenden Diskussion fragt und der katholischen Kirche, ihren Gläubigen und Verantwortlichen Hinweise zum besseren Umgang mit solchen medienöffentlichen Diskussionen vorlegt. Besonderen Wert legt er auf die Feststellung, dass das vorhandene theologische Wissen nachhaltiger in das Glaubensleben der Gemeinden übersetzt werden muss. Nur so kann einer tieferen Verunsicherung vorgebeugt werden. - Breit empfohlen. ("Religiöses Buch des Monats August 2006")

Rolf Pitsch

Rolf Pitsch

rezensiert für den Borromäusverein.

Betrugssache Jesus

Betrugssache Jesus

Matthias Wörther
Echter (2006)

157 S.
kt.

MedienNr.: 552548
ISBN 978-3-429-02821-3
9783429028213
ca. 10,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Re
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Titel der Ausgabe:
Auszeichnung: Religiöses Buch des Monats