Der fremde Gott

Die Religionskritik sagt, dass wir letztendlich von Gott nichts wissen können. Er ist ein fremdes, verborgenes Wesen, das ein großes unbeweisbares Geheimnis darstellt. Dr. Hans-Joachim Höhn ist Professor für Systematische Theologie Der fremde Gott und Religionsphilosophie an der Kölner Universität. Mit seiner wissenschaftlichen Studie "Der fremde Gott" wagt er den Versuch, wie die Theologie das Sprechen von Gott angesichts der Bestreitung seiner alltäglichen Bedeutung für die Welt rechtfertigen kann. Als Grundlage dafür plädiert er für die Rehabilitierung der "Negativen Theologie": eine Denkweise, die bereits seit der Antike die Kluft zwischen religiösem Glauben und der Philosophie bzw. Vernunft zu überbrücken sucht. Dabei bestreitet sie - ähnlich der Religionskritik - die Möglichkeit zur objektiven Erkenntnis und zum Beweis eines Gottes. Eine solche Sichtweise enthält Sprengstoff - jedoch nur für Expertenkreise. Das Werk erschließt sich angesichts der naturgegebenen Schwierigkeit seines Themas sowie seiner durchgehend akademischen und mit Spezialausdrücken beladenen Sprache nur einer kleinen Leserschaft. Obwohl man Höhns Ansatz nicht teilen muss, ist sein Werk ein Horizont erweiternder Versuch, der - zumindest in Theologen- und Philosophenkreisen - Beachtung verdient.

Benjamin Haßler

Benjamin Haßler

rezensiert für den Borromäusverein.

Der fremde Gott

Der fremde Gott

Hans-Joachim Höhn
Echter (2008)

269 S.
kt.

MedienNr.: 559963
ISBN 978-3-429-03043-8
9783429030438
ca. 29,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Re
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