Zum Glück sind wir schon älter

Um 1900 wurden die Menschen durchschnittlich 45 Jahre alt, um 2000 wurden sie 30 Jahre älter - und das alles bei besserer Gesundheit, verbunden mit mehr Freude am Leben. Für die Autorin sind Liebe, Freundschaft und Geselligkeit gerade Zum Glück sind wir schon älter im Alter die besten "Glückspillen". (S. 12) Eine "Glückskurve" von Wissenschaftlern ergab, dass die Menschen im Alter von 20 Jahren am zufriedensten sind; ab Mitte 40 verdüstert sich das Stimmungsbild (Midlife-Crisis); dann geht es aber wieder aufwärts und mit 70 kommt derjenige, der keine große gesundheitlichen Probleme hat, wieder auf das Glücksniveau der Jüngeren. Die meisten Senioren bleiben heutzutage aktiv. Der Bildungsbedarf der älteren Generation wächst. An einem Drittel der deutschen Universitäten werden eigene Studiengänge für sie angeboten. Aber nicht die Menge der sozialen Kontakte ist ausschlaggebend für die Zufriedenheit im Alter, sondern die Qualität. Natürlich spielt auch die Gesundheit immer noch eine entscheidende Rolle. Doch die Gesundheit ist nicht die Abwesenheit von Krankheiten. Die Autorin spricht lieber vom "Wohlbefinden" (S. 84). Sie weiß aber auch, dass z.B. die Alzheimer-Krankheit nach wie vor ratlos macht. Doch es ist gut, dass man heute darüber spricht, dass Altersbeschwerden keine Tabuthemen mehr sind. Die meisten alten Menschen können ihr Alter genießen, ihre Hobbys pflegen und es sich gut gehen lassen. Sie dürfen auch ihre Eigenarten ausleben. Ein Mut machendes Buch für alle Menschen in der zweiten Lebenshälfte.

Margrit Diekmann

Margrit Diekmann

rezensiert für den Borromäusverein.

Zum Glück sind wir schon älter

Zum Glück sind wir schon älter

Charlotte Breyer
Echter (2009)

100 S.
fest geb.

MedienNr.: 562026
ISBN 978-3-429-03069-8
9783429030698
ca. 9,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Fa
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