Tulpengold

Im Herbst 1636 erhält Rembrandt einen neuen Lehrling, Pieter, der einen sonderbaren Eindruck macht. Die Zweifel des Meisters werden aber durch die üppige Lehrgeldbörse von Pieters Vormund (Pieters Eltern sind tot) beseitigt. Durch Tulpengold sein eigentümliches Verhalten bei ihm gestellten Fragen - er antwortet entweder gar nicht oder überlegt vorher sehr lange - werden Pieters Maltalent und seine mathematischen Begabungen erst einmal verkannt. Doch Rembrandt merkt dann doch bald, dass ihm dieser Pieter von Nutzen sein kann. Er malt kleine Bilder, die Rembrandt, der ständig über seine Verhältnisse lebt und immer Geld braucht, signiert und verkauft. Und nun beteiligt er sich auch noch an den Spekulationsgeschäften mit den Tulpenzwiebeln, die in Holland mehr und mehr überhandnehmen. Doch Rembrandts größere Sorgen sind die Todesfälle einiger reicher Bürger, mit denen er Streit wegen nicht bezahlter Bilder hatte. Er gerät selbst in Verdacht ... - Eine interessante Geschichte, in der die Historie Amsterdams, was Malerei und Tulpenhandel angeht, beleuchtet wird. Die Arbeit in Rembrandts Atelier wird höchst anschaulich geschildert, der Stil ist leicht lesbar. Trotz der Morde und gelegentlicher Gewaltakte ist es ein gut recherchiertes, spannendes Buch mit gelegentlich vergnüglichen Abschnitten bzw. Episoden. Allen Büchereien bestens empfohlen.

Erwin Wieser

Erwin Wieser

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Tulpengold

Tulpengold

Eva Völler
Lübbe (2018)

475 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 593245
ISBN 978-3-431-04084-5
9783431040845
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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