Die Unbeugsame

Sizilien, Ende des 19. Jh. Die 15-jährige Catena trauert um ihren Vater. Er hat ihr Lesen und Schreiben beigebracht, ihr die Heilkraft der Pflanzen und die Sterne am Himmel erklärt. Die Mutter schenkt ihr keine Liebe, sondern kümmert Die Unbeugsame sich nur um die beiden Schwestern. Nach dem Tod des Vaters wird das Mädchen wie eine Dienstmagd behandelt und von ihrem Onkel vergewaltigt. Aus Verzweiflung und Wut tötet sie Onkel und Mutter und flieht in den Wald. Die Bücher des Vaters und die Erinnerung an ihn sind ihr einziger Trost. Abwechselnd folgen Kapitel, die kursiv gedruckt sind und von ihrem grausamen Schicksal im Kerker erzählen. Diese sind rücklaufend nummeriert und beginnen mit Kapitel 33. Das erinnert an die Leidensgeschichte Christi. Der Roman spielt zu einer Zeit des Wandels, in der Hexenglaube und Naturwissenschaft aufeinander treffen. Dieser Roman ist das Erstlingswerk der Autorin und hat es auf Anhieb in die Endauswahl des Literaturpreises "Premio Italo Calvino" geschafft. (Übers.: Barbara Neeb u. Katharina Schmidt)

Susanne Emschermann

Susanne Emschermann

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Unbeugsame

Die Unbeugsame

Carmela Scotti
Goldmann (2018)

254 S.
fest geb.

MedienNr.: 594939
ISBN 978-3-442-31496-6
9783442314966
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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