Eine ganz dumme Idee

Am Tag vor Silvester entschließt sich eine zweifache Mutter, die Angst hat, ihre Kinder nach der Scheidung zu verlieren, in ihrer absoluten finanziellen Notlage eine Bank zu überfallen, um so genügend Geld für die nächste Miete Eine ganz dumme Idee zu erbeuten. Doch der Überfall misslingt und sie flüchtet vor der Polizei in das Nachbarhaus, wo gerade eine Wohnungsbesichtigung stattfindet. Sie verschanzt sich in der Wohnung und nimmt die bunt gemischte Gruppe der Kaufinteressenten als Geisel. Nach und nach werden die einzelnen Personen "beleuchtet" - ihre Hoffnungen und Ängste. Einen weiteren Erzählstrang bilden die Ermittler der Polizei, Vater und Sohn, die hinterher herauszufinden versuchen, wie die Täterin nach der Freilassung der Geiseln fliehen konnte. Hauptsächlich geht es aber um die Menschen, ihre Ängste und Zwänge, und eine besondere Brücke in der Stadt, die Selbstmörder anzieht. Im Original und der englischen Übersetzung lautet der Titel auch: "Menschen mit Angst". Netflix hat bereits 2019 die Rechte für eine Verfilmung an dem Buch erworben. - Nach dem großen Erfolg von "Ein Mann namens Ove" (BP/mp 14/941) ist der Autor einem breiten Publikum bekannt geworden und man sollte seinen speziellen Humor und Erzählstil schon mögen. Denn mitunter kommen die eingespeisten Lebensweisheiten etwas zu plump und einfach daher. Es "menschelt" sehr, ist aber auf jeden Fall eine skurrile humorvolle Geschichte mit einer gewissen Tiefe und Unterhaltungswert.

Karin Steinfeld-Bartelt

Karin Steinfeld-Bartelt

rezensiert für den Borromäusverein.

Eine ganz dumme Idee

Eine ganz dumme Idee

Fredrik Backman ; aus dem Schwedischen von Antje Rieck-Blankenburg
Goldmann (2021)

461 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 605167
ISBN 978-3-442-31570-3
9783442315703
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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