Tutanchamun

Ein anonymer Brief veranlasst den US-amerikanischen Anwalt Mark Wilder, ziemlich überstürzt nach Ägypten zu reisen. Dort trifft er auf den Absender des Briefes, den koptischen Pater Pachom, der behauptet, der letzte Priester des Tutanchamun altägyptischen Gottes Amun zu sein. Der Pater eröffnet Wilder, dass er in Wirklichkeit der Sohn Howard Carters sei, des Entdeckers von Tutanchamuns Grab. Wilder solle Papyri finden, auf die Carter angeblich in dem Grab gestoßen sei und die von äußerster Brisanz für die arabische Welt wären. Leider sind sie nie aufgetaucht, weshalb die meisten Ägyptologen ihre Existenz bezweifeln. Zunächst widerstrebend, aber doch neugierig gemacht, willigt Wilder schließlich ein. Bei seiner Suche gelangt er schnell zwischen die Fronten der CIA, des ägyptischen Königs Faruk und des Revolutionsführers Nasser, die ihn alle für ihre Pläne ausnützen wollen und vor Drohungen nicht zurückschrecken. - Die zunächst recht interessante und aufregende Handlung verliert leider mehr und mehr an Spannung, je weiter man in dem Roman liest. Dabei vermittelt das Werk durchaus Einblicke in die Arbeit Carters und in die politischen Verhältnisse in Ägypten in den fünfziger Jahren. Doch sind diese Beschreibungen etwas oberflächlich und für Kenner der Materie zu dürftig. Wer jedoch auf unterhaltsame und nicht zu anspruchsvolle Weise über das Pharaonenreich und die ägyptische Geschichte informiert werden will, wird an dem Buch Gefallen finden. (Übers.: Herbert Fell)

Edith Schipper

Edith Schipper

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Tutanchamun

Tutanchamun

Christian Jacq
Blanvalet (2010)

blanvalet ; 37592
415 S.
kt.

MedienNr.: 566152
ISBN 978-3-442-37592-9
9783442375929
ca. 13,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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