Die Erschütterung

Als Colombe Schneck mit ihrer Tochter schwanger ist, erinnert sie sich, dass ihre bereits verstorbene Mutter sie einst gebeten hatte, die Kleine Salomé zu nennen - wie die Cousine ihrer Mutter, die als Kind Auschwitz nicht überlebt Die Erschütterung hatte. Schnecks Großmutter Ginda hatte mit ihren beiden Kindern, darunter Schnecks Mutter, überlebt, ihre Schwestern Raya und Macha dagegen hatten ihre Kinder, Salomé und Kalman, und ihre Ehemänner verloren. Während Raya und Macha nach Israel auswanderten um sich ein neues Leben aufzubauen, konnte Schnecks Großmutter nicht einmal mit ihrer Tochter über die gemeinsamen Erlebnisse im Ghetto sprechen. Dadurch war sie nicht mehr in der Lage, Schnecks Mutter die Liebe zu zeigen, die das damals kleine Mädchen benötigt hätte, um später ihrer Tochter Colombe ihre Mutterliebe zeigen zu können. - In diesem sehr persönlichen Buch spürt Schneck nicht nur dem in ihrer Familie totgeschwiegenen Thema nach, sondern schildert auch die Erlebnisse während der Recherche, die sie ihren weiter entfernt lebenden Verwandten näher brachte.

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Erschütterung

Die Erschütterung

Colombe Schneck
btb (2015)

191 S.
fest geb.

MedienNr.: 583224
ISBN 978-3-442-75415-1
9783442754151
ca. 18,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ge, Bi
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