Wir sind nicht wie Eidechsen

Die Geschichte einer Familie über vier Generationen beginnt 2011 mit dem Tod des alten Zaro, eines begnadeten Fahrradmechanikers aus einem kleinen Ort in der Toskana. Zaro hatte 1948 während der Tour de France eine junge Französin Wir sind nicht wie Eidechsen geschwängert, die 10 Jahre später bei ihm auftaucht und ihm die gemeinsame Tochter Isabelle hinterlässt. Isabelles Leben wird dann bis ins Jahr 1964 zurückverfolgt: ihr Aufwachsen bei einem Vater, der sie nicht anerkennt, ihre Heirat mit Carlo, die Geburt der beiden Töchter, die sie verlässt, weil sie mit dem Mutter-Dasein nicht zurechtkommt und die Probleme der Töchter Marta und Cecilia, die ebenfalls mit nur einem Elternteil aufwachsen. Erst am Schluss erfährt der Leser den Grund für das schwierige Vater-Tochter-Verhältnis und für das Trauma von Isabelle und ihren Töchtern, immer nur ein Elternteil gehabt zu haben und die sich gewünscht hatten, verlorene Teile wie die Gliedmaßen der Eidechsen nachwachsen zu lassen. Trotz der problematischen familiären Beziehungen handelt es sich um eine warmherzige Geschichte, die lebensbejahend und liebevoll endet, mit wunderschönen Tiergeschichten zwischendrin. Für alle Büchereien gut geeignet. (Übers.: Viktoria von Schirach)

Ileana Beckmann

Ileana Beckmann

rezensiert für den Borromäusverein.

Wir sind nicht wie Eidechsen

Wir sind nicht wie Eidechsen

Erika Bianchi
btb (2019)

383 S.
fest geb.

MedienNr.: 596650
ISBN 978-3-442-75805-0
9783442758050
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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