Der Besuch des Leibarztes

Der junge, psychisch kranke dänische König Christian VII. heiratete 1766 die englische Prinzessin Caroline Mathilde. An den Hof kam als Arzt und später auch Vertrauter des Königs Graf Struensee aus Altona, der sich den Gedanken Der Besuch des Leibarztes der Aufklärung verpflichtet fühlte. Sein Einfluss auf den zu Wutausbrüchen neigenden König wurde so groß, dass Struensee schließlich alle wichtigen Regierungsdekrete schrieb, die der König nur unterzeichnete. Sein Plan, die Bauern aus der Leibeigenschaft zu befreien, scheiterte, weil seine leidenschaftliche Affäre mit der am Hof vereinsamten Königin seinen Feinden, v.a. dem machtbesessenen Rat Guldberg, die Möglichkeit gab, ihn anzuklagen und aufs Schafott zu bringen. - Ein großer Stoff, den der Autor sehr geschickt und stilistisch überzeugend zu einem historisch-politisch-biografischen Roman von großer Eindringlichkeit gestaltet.

Hiltrud Minwegen

Hiltrud Minwegen

rezensiert für den Borromäusverein.

Der Besuch des Leibarztes

Der Besuch des Leibarztes

Per Olov Enquist
Hanser (2001)

370 S.
fest geb.

MedienNr.: 524984
ISBN 978-3-446-19980-4
9783446199804
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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