Ich verfluche den Fluss der Zeit

Arvid steht kurz vor der Scheidung. Seine Frau will sich von ihm trennen, doch er versteht ihre Gründe nicht. Dieser Situation ist er nicht gewachsen. In seiner Hilflosigkeit versucht er, die Krise zu überwinden, indem er in das Ich verfluche den Fluss der Zeit schützende Umfeld der Mutter zurückzukehren versucht. Doch die Mutter hat Magenkrebs und fährt allein in ihre Heimat Jütland, wo sie einen Geliebten hat. Als Arvid ihr nachfährt, stellt er fest, dass weder die Mutter noch er in der Lage sind, offen über sich selbst und ihre Probleme zu sprechen. Die Mutter empfindet Arvids Anwesenheit als störend, Arvid ist unglücklich darüber, seine Mutter nicht für sich allein zu haben. - Ein Buch über die Schwierigkeiten eines Sohnes, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Petterson lässt Arvid seine Geschichte in der Ich-Form erzählen, wodurch beim Leser der Eindruck entsteht, das Geschehen mitzuerleben. Dieser Eindruck wird verstärkt durch eine bildhafte Sprache und eine genaue Nachzeichnung der Gefühlsregungen. (Übers.: Ina Kronenberger)

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Ich verfluche den Fluss der Zeit

Ich verfluche den Fluss der Zeit

Per Petterson
Hanser (2009)

238 S.
fest geb.

MedienNr.: 315149
ISBN 978-3-446-23420-8
9783446234208
ca. 17,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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