Die große Zukunft des Buches

Es beginnt schon mit dem Titel des Buches: "Die große Zukunft des Buches" ist entgegen dem allgemein verbreiteten Lamento nicht mit einem Fragezeichen versehen. Und wenn man die Gespräche zwischen dem italienischen Groß-Intellektuellen Die große Zukunft des Buches Umberto Eco und dem französischen Drehbuchautor und Filmkenner Jean-Claude Carrière gelesen hat, könnte man hinter den Titel auch ein Rufzeichen setzen. Denn beide verteidigen lebendig und mit vielen guten Argumenten die auch durch noch so raffinierte Technik nicht zu beseitigende Qualität des gedruckten, überall mit hinnehmbaren, stromunabhängigen Mediums Buch. "Wir haben wissenschaftlich bewiesen, dass das Buch allen anderen Objekten, die unsere Kulturindustrie in den letzten Jahren auf den Markt gebracht hat, überlegen ist. Wenn ich etwas retten will, was leicht transportierbar ist und unter Beweis gestellt hat, dass es den Unbilden der Zeit zu trotzen weiß, dann wähle ich das Buch." (Umberto Eco) Für die kleiner werdende Gemeinde der Buchfreunde vermitteln diese Gespräche ein tiefes, befreiendes Durchatmen, wenn mal wieder mit Trauer - manchmal auch mit Freude - der Tod des Buches verkündet wird. Nebenbei werden in dem langen Gespräch auch Anregungen formuliert, was Kindern heute beigebracht werden muss, um sich klug und nutzbringend in dem Irrgarten an täglichen Informationen zu bewegen. Noch ist der Kampf um das Buch nicht verloren! Für alle Büchereien! (Übers.: Barbara Kleiner)

Carl Wilhelm Macke

Carl Wilhelm Macke

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die große Zukunft des Buches

Die große Zukunft des Buches

Umberto Eco ; Jean-Claude Carrière
Hanser (2010)

274 S.
fest geb.

MedienNr.: 334830
ISBN 978-3-446-23577-9
9783446235779
ca. 19,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ha
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