St. Ives

Der letzte unvollendete Roman des bedeutenden englischen Schriftstellers Robert Louis Stevenson (1850-1894) wurde nach dem Tod des Autors kongenial von Arthur Quiller-Couch um sechs Kapitel ergänzt und 1896/97 posthum veröffentlicht. Der historische St. Ives Roman ist nicht nach dem malerischen Künstlerort in Cornwall benannt, sondern nach dem fiktiven französischen Hussaren Kéroual de Saint-Yves - englisch St. Ives -, der kurz vor Ende der Napoleonischen Kriege 1815 als Kriegsgefangener in Edinburgh eingekerkert ist, nachdem er dem Gefängnis von Paris durch aktiven Kriegsdienst entkommen war. Mithilfe eines Mädchens flieht er auch aus der schottischen Festung und unter abenteuerlichen Umständen durch England, zugleich auch, um sein Erbe vor einem schurkischen Onkel zu sichern. Aus brenzligen Situationen rettet er sich durch Verkleidungen, Hochstapelei, mit Witz und Charme, sodass der Roman nicht der Situationskomik und Ironie entbehrt. Der im Unterschied zu "Der Schatzinsel" und "Der seltsame Fall des Mr. Jekyll and Mr. Hyde" in Deutschland weitgehend unbekannte Roman zählt in England und Frankreich zu den Hauptwerken Stevensons und erscheint mit diesem Buch erstmals in vollständiger deutscher Übersetzung, die Andreas Nohl hervorragend gelungen ist. Größeren Beständen sehr zu empfehlen.

Ingrid Rückert

Ingrid Rückert

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

St. Ives

St. Ives

Robert Louis Stevenson. Hrsg. und übers. von Andreas Nohl
Hanser (2011)

517 S.
fest geb.

MedienNr.: 568187
ISBN 978-3-446-23647-9
9783446236479
ca. 27,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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