Olivia - manchmal kommt das Glück von ganz allein
Olivia und ihr Vater leben "vorläufig" auf einem Boot, das im Garten des Frisiersalons ihres Vaters steht, denn nach dem Tod ihrer Mutter hat es ihr Vater in Friesland nicht mehr ausgehalten und ist mit seiner Tochter in die Stadt gezogen. Ihr Vater
weint bei der geringsten Gelegenheit, sodass Olivia stark sein muss und nicht weinen darf; sie muss ihrem Vater helfen, endlich erwachsen zu werden. In der neuen Klasse ist sie Außenseiterin und wird wie ihr neuer bester Freund Sascha immer gehänselt. Anrührend und lustig zugleich erzählt Olivia, wie sie mit der "Vorläufigkeit" ihres jetzigen Lebens zurechtkommt, wie sie und ihr Vater allmählich wieder lachen können und der Vater eine Freundin findet, welche Probleme Olivia hat, sie nett zu finden, wie sie endlich aus dem Boot ins Haus der Freundin ziehen und schließlich bereit sind, die Asche ihrer Mutter auf See zu verstreuen - und dann ist die "Vorläufigkeit" vorbei. Auch Sascha ist selbstbewusster geworden. - Olivia mit ihrer heiter-melancholischen Weltsicht muss der Leser einfach ins Herz schließen. Für Leser/-innen ab elf Jahren gern empfohlen. (Übers.: Bettina Bach)
Gudrun Eckl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Olivia - manchmal kommt das Glück von ganz allein
Jowi Schmitz
Hanser (2012)
190 S. : Ill.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 11