Die Tornadojäger

Kontrolle und Unterdrückung beherrschen die kleine Stadt Barrow. Darunter leiden vor allem die Kinder, die mit absurden Vorschriften tyrannisiert werden. Angst vor einem Tornado und vor Bären und daher die Angst um das Leben der Kinder erhalten dieses Die Tornadojäger System. Doch Owen, ein neu zugezogener Junge, inspiriert vier weitere Kinder dazu, dem System zu trotzen. Sie werden Tornadojäger und beginnen eine Reise ins Auge des Sturmes, schließen dabei Freundschaften und entdecken die vorher nicht erkannten Fähigkeiten jedes ihrer Gang-Mitglieder. Bis hierher ist die zwar manchmal absurd erscheinende Geschichte eine typische Mut-Mach-Geschichte für Außenseiter. Die Gefahren sind nämlich nur in den Köpfen der Menschen und werden dadurch überwunden, dass man sich ihnen stellt. Aber auf den letzten Seiten wird das Thema Tod in einer Weise behandelt, die ich für problematisch halte. Der Tod ist nicht erschreckend, das wäre noch akzeptabel, er ist aber sogar erstrebenswert. Und da sich das Buch besonders an Kinder wendet, die eher zu den ewig gemobbten Randgruppen gehören, erscheint es mir nicht sinnvoll, ihnen den Tod als Lösung ihres Dilemmas anzubieten. Bedauerlich, da ansonsten in anspruchsvoller Form das Thema Unterdrückung durch Angst gelungen behandelt wurde.

Lotte Schüler

Lotte Schüler

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die Tornadojäger

Die Tornadojäger

Ross Montgomery. Mit Ill. von Daniela Kohl
Hanser (2018)

281 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 595416
ISBN 978-3-446-25872-3
9783446258723
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 10
Systematik: K
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