Normal ist das dicht!

M. Spörrle, Redakteur bei der ZEIT, und K. Sabeth Ohl, Redaktionsleiterin bei ddp, beschreiben in einem kleinen Ratgeber die Schwächen der Handwerker. Es ist eine Satire, sarkastisch überzeichnet. Doch Bauschäden haben eine steigende Normal ist das dicht! Tendenz. Die Zockerei bei Schlüsseldiensten und die zu frühe Zahlung der Kunden ist leider Alltag. Oft wird dem Kunden auch eine extra Rechnung präsentiert, wenn er nicht der Norm der Kundschaft, die sich der Handwerker wünscht, entspricht. Nicht selten werden Teile unnötig erneuert. Die Liste der 10 häufigsten Ausreden entspricht durchaus der Realität, z.B. "das machen wir immer so" oder "das liegt im Toleranzbereich". Die verschiedenen Handwerkertypen werden verglichen, das leidige Thema der Wasserschäden wird eher dürftig behandelt. In jedem Kapitel werden Psychotipps für "Nervenschwache" angeboten. Als richtiger Weg für eine Kontrolle empfiehlt es sich, vor einer Reparatur mit offenen Karten zu spielen. Es lohnt sich, eine genaue Auftragsvergabe und Leistungsbeschreibung zu vereinbaren und Mängelansprüche und Fristen festzulegen (siehe auch "Das Haus-Reparatur-Buch": BP 09/834). - Wenn das Buch angeboten wird, wird es sicher auch auf Nachfrage stoßen.

Klaus Seidel

Klaus Seidel

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Normal ist das dicht!

Normal ist das dicht!

Mark Spörrle und Kathrin Sabeth Ohl
Herder (2009)

174 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 316930
ISBN 978-3-451-29856-1
9783451298561
ca. 12,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Pr, So
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