Die Kunst des Hoffens

Namhafte Ärzte, Theologen und Philosophen setzen sich in den hier zusammengestellten Beiträgen mit dem Phänomen der Hoffnung auseinander und ermöglichen durch ihre unterschiedlichen Denk- und Interpretationsansätze einen vielgestaltigen, Die Kunst des Hoffens wissenschaftlich begründeten Blick auf die Bedeutung und Verwendung dieses Begriffs in unserer Gegenwart - besonders in Bezug auf Kranke und Sterbende. So führt Kardinal Lehmann u.a. aus, dass neben den nicht abzuwertenden kleinen Hoffnungen des Lebens (z.B. Beziehung, Kinder, Versöhnung) uns die große Hoffnung trägt, die auf Gott gerichtet ist. Der Religionsphilosoph I. Dalferth legt in seinem Artikel u.a. dar, dass menschliches Leben Hoffnung braucht, weil sie das Offensein für etwas Mögliches - für die "Möglichkeit des Guten" - bewirkt. Der Medizinethiker G. Maio, Herausgeber dieses Buches, begreift u.a. Hoffnung als Garant dafür, dass das Gute auch in einer unheilen Welt Sinn macht. Denn obwohl die Hoffnung Leid und Krankheit nicht beseitigen kann, hilft sie, sich nicht absolut von Schmerz und Aussichtslosigkeit bestimmen zu lassen, sondern innerlich frei zu werden. Cl. Bozzaro widmet sich vor dem Hintergrund der Debatte um assistierten Suizid der Frage, welche Wege es für Suizidwillige aus der Hoffnungslosigkeit geben kann. Dabei erläutert sie die Auffassung zum Selbstmord im Werk von A. Camus. Auch alle weiteren Beiträge liefern wichtige Denkanstöße zu diesem aktuellen Thema. - Ein interessantes Buch, das jedoch oft nicht ganz einfach zu lesen und daher eher größeren Beständen zu empfehlen ist.

Die Kunst des Hoffens

Die Kunst des Hoffens

Giovanni Maio (Hg.)
Herder (2016)

349 S.
fest geb.

MedienNr.: 582603
ISBN 978-3-451-34827-3
9783451348273
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Fa, Na, Re
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