Die Enzyklika "Fratelli tutti"

In der am 3. Oktober 2020 veröffentlichten Enzyklika, deren Titel auf Franz von Assisi zurückgeht, skizziert Papst Franziskus die Probleme der Welt auch mit ihren dunklen Seiten. Er beklagt darin die Schwächung der Ethik und der Die Enzyklika "Fratelli tutti" geistlichen Werte und verweist als positives Modell auf das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Als Grundlage der geschwisterlichen Gesellschaft und des sozialen Friedens sieht er die Liebe mit der Fähigkeit, über die eigenen Grenzen hinauszugehen, sich der Schwachen anzunehmen, die Funktion des Eigentums neu zu denken und Migration als Chance der Bereicherung zu sehen. Der Politik schreibt er ins Stammbuch, entgegen populistischer Versuche die Probleme der Welt gemeinsam zu bewältigen, den grundlegenden Menschenrechten Geltung zu verschaffen und durch Dialog und kulturelle Begegnung ein gesundes Zusammenleben zu ermöglichen, in dem Krieg und Todesstrafe geächtet und Religionsfreiheit gesichert wird. Die umfangreiche, die gleichen Gedanken immer wieder neu aufgreifende Enzyklika mit vielen schon vorher getätigten Verlautbarungen regt zum Nachdenken und zu eigenen Überlegungen an.

Helmut Eggl

Helmut Eggl

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die Enzyklika "Fratelli tutti"

Die Enzyklika "Fratelli tutti"

Papst Franziskus
Herder (2020)

256 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 968948
ISBN 978-3-451-39013-5
9783451390135
ca. 14,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Re
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