Raus aus dem Schneckenhaus

Wer sich nicht zu den Pharisäern zählt, hat wohl wenig zu befürchten und kann sich bestätigt fühlen, wenn den Ewiggestrigen und Unbeweglichen in der Kirche mal wieder ein Spiegel vorgehalten wird … Aber Vorsicht! Hier könnte Raus aus dem Schneckenhaus sich unversehens der eine oder die andere im Spiegel entdecken, denn manchmal steckt doch mehr pharisäisches Denken in uns als uns lieb ist - wozu sich übrigens auch der Autor selbst bekennt und Beispiele nennt. In diesmal 82 Abschnitten vergleicht der in verschiedenen Leitungsfunktionen tätige Schweizer Benediktiner Martin Werlen (zul. "Zu spät", BP/mp 18/449) die Einstellungen der Pharisäer einerseits und das Verhalten Jesu andererseits mit Denk- und Handlungsweisen, die bis heute in den Kirchen anzutreffen sind und wirbt für Aufbruch und Veränderung. Er fordert die Amtsträger und alle Getauften dazu auf, sich auf den Weg zu machen zu und mit den Menschen im Lebensalltag, damit im gemeinsamen Suchen das Da-Sein des un(er)fassbaren Gottes erfahrbar werden und Beziehung entstehen kann. Denkanstöße für alle christlich Interessierten, überall einsetzbar.

Monika Graf

Monika Graf

rezensiert für den Borromäusverein.

Raus aus dem Schneckenhaus

Raus aus dem Schneckenhaus

Martin Werlen
Herder (2020)

173 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 601767
ISBN 978-3-451-39204-7
9783451392047
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Re
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