Am besten ganz normal

Narzissmus ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, und selbst dann geht er meist mit verborgenen Minderwertigkeitsgefühlen einher. Auch dem sogenannten Helfernarzissmus, bei dem sich Kinder (und später Erwachsene) für andere Am besten ganz normal aufopfern, gilt es vorzubeugen. Der Psychotherapeut, Erziehungsberater und evangelische Theologe Roland Kachler erklärt Formen und Entstehungsmechanismen des Narzissmus in Kindheit und Jugend allgemein verständlich und anschaulich mit eingestreuten Fallbeispielen und dem gelegentlichen Rückgriff auf Märchen. Er wendet sich vor allem an Eltern, deckt behutsam und ohne Schuldzuweisungen Fehler und Fallstricke in der Erziehung auf, die übersteigerte Selbstbezogenheit begünstigen, und ermutigt auch zur durchaus noch möglichen Korrektur bereits entstandener narzisstischer Tendenzen. Fragen zur Einschätzung und konkrete Erziehungstipps sind stichpunktartig hervorgehoben. Kleiner Wermutstropfen für Alleinerziehende: Häufig rät der Autor zum Gedankenaustausch mit dem Partner. Ein eigenes Kapitel ist der Rolle der elektronischen Medien gewidmet. Als "Augenöffner" und Ratgeber für einen wichtigen Teilaspekt der Erziehung vor allem für größere Bestände gerne empfohlen.

Monika Graf

Monika Graf

rezensiert für den Borromäusverein.

Am besten ganz normal

Am besten ganz normal

Roland Kachler
Herder (2019)

154 S.
kt.

MedienNr.: 598909
ISBN 978-3-451-60073-9
9783451600739
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Pä
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