Keine Chance für Gewalt

Der von einem Kriminologen und einem Psychologen und Pädagogen verfasste Band thematisiert ein breites Spektrum von Gewaltformen, denen Kinder und Jugendliche ausgesetzt sind: Gewalt in Familie und Schule, Mobbing, Abziehen (also Keine Chance für Gewalt Geld oder Sachwerte erpressen), sexuelle Gewalt. Gerichtet an Lehrer/innen und Eltern stellen sie Strategien zum Eingreifen und zum Beenden der Gewaltsituation wie auch zur Prävention vor. Sie sind bemüht, komplexe und fachspezifische Sachverhalte einem an Sachtexte gewöhnten, aber fachfremden Publikum verständlich darzustellen. Die Aufbereitung ist übersichtlich und praxisorientiert, wobei bei Handlungsorientierungen jeweils Lehrer/innen und Eltern getrennt angesprochen werden und eher die schulischen als die häuslichen Handlungsmöglichkeiten ausgeführt werden. Hilfreich sind auch die Empfehlungen weiterführender Literatur am Ende jedes Kapitels. Aus der verständlichen und logischen Darstellung fallen lediglich die Seiten heraus, die Praxismaterialien enthalten. Auch sie richten sich an verschiedene Akteure. Dies wird jedoch, ebenso wie der genaue Umgang damit, nicht im Text thematisiert. So bleiben diese Abschnitte irritierend unverbunden mit der sonstigen Darstellung. Dennoch ein insbesondere für Lehrer/innen empfehlenswerter Titel.

Annette Jantzen

Annette Jantzen

rezensiert für den Borromäusverein.

Keine Chance für Gewalt

Keine Chance für Gewalt

Jürgen Fais ; Jens Walkowiak
Urania (2015)

160 S. : Ill., graph. Darst.
kt.

MedienNr.: 581191
ISBN 978-3-451-66050-4
9783451660504
ca. 16,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Pä
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