Für ein gutes Ende

Ist es wirklich wichtiger, selbst bestimmen zu können, wann man stirbt, als nicht doch eher darüber, in welcher umsorgenden und geschützten Umgebung und mit welcher medizinischen Versorgung? Dieses Buch ist ein ausdruckstarker Appell Für ein gutes Ende in der gerade stattfindenden öffentlichen Debatte um aktive Sterbehilfe. Der Autor brilliert in seinem Werk mit viel Fachwissen und Erfahrungen. Anhand von Fallbeispielen macht er dies auch für einen Laien gut verständlich und nachvollziehbar. Er beschreibt zu Beginn seinen persönlichkeitsprägenden und beruflichen Werdegang. Auch an Situationen, in denen der Autor selbst nicht so gehandelt hat, wie er es von sich eigentlich erwartet hätte, lässt er die Leser teilhaben. Wichtig ist ihm, den Patienten ganzheitlich zu sehen und klientenzentriert zu arbeiten. Gut lesbar beantwortet der Verfasser viele Fragen zum Sterben innerhalb einer palliativmedizinischen Betreuung. Abschließend widmet der praktizierende Onkologe sein letztes Kapitel neun für ihn wichtigen Punkten, die einen wünschenswerten Ausblick in die Zukunft gewähren. Insgesamt ein Buch, das für medizinisches Fachpersonal und Interessierte sehr geeignet und empfehlenswert ist.

Susanne Elsner

Susanne Elsner

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Für ein gutes Ende

Für ein gutes Ende

Andreas S. Lübbe
Heyne (2014)

316 S.
fest geb.

MedienNr.: 580032
ISBN 978-3-453-20074-6
9783453200746
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Fa, Na
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